Die Funktionsweise von Rauchmeldern: Wie funktioniert ein Rauchmelder?

Rauchmelder funktionieren durch die Umlenkung von Licht. Eine Leuchtdiode sendet Lichtstrahlen in die Rauchkammer des Rauchmelders, die natürlich im Normalzustand leer ist. Deswegen fallen die einstrahlenden Lichtstrahlen stets auf dieselbe Stelle an der Wand der Rauchkammer. Tritt jedoch Rauch in die Kammer ein, so bringt dieser die Lichtstrahlen durcheinander, sodass sie in alle Richtungen strahlen und auf einen eingebauten optischen Sensor treffen. Wird dieser Sensor von Lichtstrahlen berührt, so aktiviert er den Alarm des Rauchmelders.

Den Rauchmelder anbringen: Die richtige Rauchmelder Montage

Für die Rauchmelder Montage bedarf es keiner professionellen Handwerker Fähigkeiten. Meistens ist eine Montageausrüstung wie Dübel und Schrauben  inklusive einer Montageanleitung im Lieferumfang eines Rauchmelders enthalten. Zunehmend beliebter werden Rauchmelder Montagen mit Magneten oder Klebstoffen. Einige Magnetpads, wie beispielsweise die Magnetolink Rauchmelderbefestigung, sind inzwischen sehr beliebt und werden für Rauchmelder unterschiedlicher Hersteller verwendet. Generell gilt, dass sich jemand, der sich für Magnet- oder Klebemontage entscheidet, mit der Materie auskennen sollte, um Montagefehler zu vermeiden.

Das Wichtigste bei der Rauchmelder Montage ist die Frage, wo der Rauchmelder montiert wird. Normalerweise gilt die Rauchmelder-Pflicht für Schlaf- und Kinderzimmer sowie Flure. Ist auch eine Rauchmelder Montage in der Küche gewünscht, so sollte darauf geachtet werden, dass der Rauchmelder die hierfür wichtigen Funktionen wie die Möglichkeit einer Stummschaltung und im Idealfall einen integrierten Hitzemelder, besitzt. Im jedem Raum ist der richtige Rauchmelder Montageort stets die Zimmerdecke, denn der Rauch steigt nach oben und konzentriert sich dort.

Was ist ein Funkrauchmelder?

Ein Funkrauchmelder ist ein Gerät, das per Funkverbindung mit anderen Rauchmeldern vernetzt werden kann. Wird im Brandfall ein Funkrauchmelder aktiviert, so leitet er die Gefahr an alle anderen mit ihm vernetzten Funkrauchmelder weiter. In großen, mehrstöckigen Wohnhäusern ist das vernetzten der einzelnen Rauchmelder miteinander durchaus sinnvoll, denn hier kann es sein, dass der Alarm eines einzelnen Rauchmelders überhört wird. Funkrauchmelder sind auch dann eine sinnvolle Investition, wenn Kleinkinder oder bettlägerige Personen in einem Haushalt wohnen, die zwar einen Rauchmelder hören, aber sich nicht vor dem Rauch in Sicherheit bringen könnten.

Batterien für Rauchmelder: Muss beim Rauchmelder die Batterie gewechselt werden?

Ob und wie oft bei einem Rauchmelder die Batterie gewechselt werden muss, kommt ganz auf das Modell und den Hersteller an. Wichtig ist, dass der Besitzer eines Rauchmelder durch optische oder akustische Signale über eine Batterieschwäche seines Rauchmelders in Kenntnis gesetzt wird, doch diese Funktion gehört zu den Mindestanforderungen der EN 14604, die ein Rauchmelder, der auf dem Markt der Europäischen Union verkauft wird, erfüllen muss.

Wie lange eine Batterie hält, kommt hauptsächlich auf den Batterietyp an: Lithium-Batterien haben eine längere Lebensdauer als Alkaline-Batterien. Rauchmelder, die mit einer langlebigen Lithium-Batterie ausgestattet sind, haben häufig den Hinweis auf eine Litihum-Batterie in ihrem Modellnamen, beim Rauchmelder First Alert SA700Li ist es beispielsweise das Kürzel „Li“, das auf die langlebige Lithium-Batterie hinweist. Gibt es keinen Hinweis im Modellnamen, so ist in der Produktbeschreibung verzeichnet, mit welchem Batterietyp der Rauchmelder betrieben wird.

Häufig werden mit Lithium-Batterien betriebene Rauchmelder verkauft, bei denen ein Batteriewechsel nicht durchführbar ist. Wird hier die Batterie schwach, muss das Gerät entsorgt werden. Normalerweise wird für eine solche Lithium-Batterie jedoch eine Lebensdauer von zehn Jahren angenommen. Bei anderen Rauchmeldern hingegen ist die langlebige Lithium-Batterie austauchbar, sodass das Gerät auch dann mit neuer Batterie weiter verwendet werden kann, wenn die Lithium-Batterie wider Erwarten doch nachlässt.

Gibt es keine Hinweise auf die Lebensdauer der Rauchmelder Batterie, doch wird diese als Alkaline-Batterie in der Produktbeschreibung aufgeführt, so kann der Käufer davon ausgehen, dass er nach wenigen Jahren die Batterie wechseln muss.

Es kommt häufig vor, dass ein Rauchmelder nur mit einem Batterietyp funktioniert. Möchte sich also jemand, der einen Rauchmelder mit Alkaline-Batterie gekauft hat, in Zukunft das Wechseln der Batterien sparen und sich eine langlebige Lithium-Batterie kaufen, muss er sich vorher unbedingt darüber informieren, ob sein Rauchmelder mit beiden Batterietypen funktioniert.

Manchmal kommt es vor, dass auch eine Lithium-Batterie schwach wird und gewechselt werden muss, wenn der Rauchmelder beispielsweise häufig getestet wird oder aus anderen Gründen viel Energie verbraucht. Deshalb sollten auch Besitzer von Lithium-Batterien betriebenen Rauchmeldern stets auf die Batteriewechselanzeige ihres Rauchmelders achten.

Wie lange hält ein Rauchmelder?

Unabhängig davon, ob ein Rauchmelder mit einer Lithium-Batterie, die 10 Jahre hält, betrieben wird oder nicht, sollte er nach spätestens 10 Jahren ausgetauscht werden. Denn wie qualitativ hochwertig ein Rauchmelder auch sein mag, und wie gut seine Ausrüstung gegen das Eintreten von Verschmutzung ist, das Eindringen von kleinsten Staubpartikeln kann nie vollständig verhindert werden, und nach 10 Jahren können sich auch solche kleinste Staubpartikel zu einer Verschmutzung angesammelt haben, die die Funktionstüchtigkeit des Rauchmelders beeinträchtigt. Nach ca. 10 Jahren kann kein Rauchmelder mehr  eine 100 prozentig zuverlässige Rauchwarnung garantieren.

Wie laut ist ein Rauchmelder?

Die gewöhnliche Lautstärke des Alarmsignals eines Rauchmelders beträgt 85 dB. Vergleichbar ist dies zum Beispiel mit dem Verkehr auf einer großen Verkehrsstraße oder einem Fön. Die Alarmtöne eines Rauchmelders variieren in ihrer Tonhöhe, sodass das menschliche Ohr sie zuverlässig wahrnimmt.

Welche Zertifizierungen muss ein Rauchmelder haben?

Im Jahr 2008 beschloss die Europäische Union, dass nur noch Rauchmelder in der EU verkauft und produziert werden dürfen, die allen Anforderungen der EN 14604 entsprechen. Dies kann mit einem CE-Zertifikat belegt werden, das 14 Prüfinstitutionen in Europa erteilen dürfen. Die bekannte Prüfinstitution VdS,  die Vertrauen durch Sicherheit Schadensverhütung GmbH, ist eine dieser Einrichtungen. Häufig heißt es, dass VdS geprüfte Rauchmelder besonders hochwertig sind, und natürlich werben die von der VdS zertifizierten Rauchmelder Hersteller mit ihrer Auszeichnung, doch die Prüfungskriterien sind in allen Prüfinstitutionen dieselben. Das bedeutet, dass auch Rauchmelder, die ihr CE-Zertifikat von einer anderen Prüfstelle erhalten haben, die nötigen Mindestanforderungen erfüllen.

Zusätzlich gibt es zahlreiche weitere Zertifikate, die teilweise mit Erfüllung erweiterter Prüfkriterien erlangt werden können. Beispielsweise vergibt die Arbeitsgruppe der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) das Prüfsigel „Q“, wenn ein Rauchmelder über eine festeingebaute Batterie verfügt, die mindestens zehn Jahre hält und gegenüber äußeren Einflüssen besonders stabil ist. Andere Rauchmelder Hersteller betonen, dass sie internationale Normen wie die Qualitätsmanagementnorm ISO9001 erfüllen, was natürlich immer ein gutes Zeichen ist und für die Qualität des Herstellers spricht, jedoch nicht mehr zu den Mindestanforderungen eines Rauchmelders gehört.